Zwischen Recht und Unrecht

Sportwetten Sachsen Anhalt

Sportwetten sind aktuell, bedingt durch die Fußball Europameisterschaft, mehr gefragt denn je. In den Städten überbieten sich Anbieter mit Bonusangeboten und verschiedensten Quoten auf bestimmte Sportereignisse. Die Lokale in den Innenstädten sind zu einem Treffpunkt für Spieler geworden. Dennoch sind Sportwetten nach wie vor illegal. Während Wettlokale in anderen Bundesländern geduldet werden und der Staat von deren Steuereinnahmen deutlich profitiert, sträubt sich das Land Sachsen-Anhalt nach wie vor gegen diesen Trend. Denn, ohne eine Glücksspiellizenz, sind Sportwetten nach wie vor illegal.
Strenge Vorschriften in Sachsen-Anhalt
Das einstige Verfahren, welches bereits vor fünf Jahren eine Lösung bieten sollte, liegt derzeit brach. Spieler aus Sachsen-Anhalt sollten, unter der Führung des Ministerpräsidenten Reiner Haseloff, bereits 2011 strenger kontrolliert werden. Der damalige Wirtschaftsminister forderte außerdem, dass die Hürden für Sportwetten deutlich erschwert werden und Spieler mit Ordnungsgeldern bestraft werden. Bis heute wurden diese Pläne allerdings nicht umgesetzt. Anbieter von Sportwetten in Sachsen-Anhalt müssen zwar einerseits mit


Automatenmanipulation – Betrüger vor Gericht

Spielautomatenbetrug

Vergangenen Donnerstag begann der Prozess gegen zwei Automaten – Betrüger vor dem Essener Gericht. Der Fall der zwei Männer, die für Betrugsmaschen an Spielautomaten verantwortlich sein sollen, sorgte bereits im letzten Jahr für Schlagzeilen in ganz Deutschland. Angeklagt sind der Technische Leiter und der Geschäftsführer eines bekannten Automatenunternehmens. Die beiden Angeklagten, die mithilfe einer Verbrecherbande aus Gelsenkirchen Spielautomaten zu ihren Gunsten manipuliert haben sollen, müssen sich aktuell vor Gericht für ihre Taten verantworten.
Der Tatvorwurf
Die Manipulation der Automaten durch eine speziell veränderte Software bewirkte, dass die Spielautomaten einen geringeren Gewinnbetrag auszahlten, als es das Gesetz vorsieht. Obendrein konnten die Betrüger mithilfe der veränderten Software Spielautomaten komplett leeren, sodass sie zusätzlich hohe Geldbeträge erwirtschaften konnten. Die richtige Tastenkombination auf den Automaten veranlasste die manipulierten Geräte dazu, das gesamte Geld auszuschütten. Das so gestohlene Geld wurde anschließend von weiteren Komplizen eingesammelt. 2015 konnte die Verbrecherbande dann letztlich überführt werden. Die Polizei führte im


Westlotto strukturiert um

Westlotto

Der Glücksspielonlinemarkt wächst stetig. Das haben mittlerweile auch die staatlichen Lottogesellschaften bemerkt. Um neue Kunden zu werben und weiterhin auf dem Markt zu bestehen, plant Westlotto nun das Lottospiel auch für jüngere Generationen attraktiv zu gestalten. Lotto ist nach wie vor noch sehr beliebt bei den Deutschen. Das beweisen unter anderem die Zahlen der vergangenen Jahre. Allein in NRW spielten 2015 am Tag 2,5 Millionen Menschen Lotto. Doch auch das beliebte Lottospiel ist vor der Konkurrenz aus dem Internet nicht sicher gewappnet.
Ältere Generationen ohne Nachwuchs
Der Sprecher von Westlotto, Andreas Kötter, ließ nun verlauten, dass das Unternehmen für die Zukunft Umstrukturierungen plant und die Bedürfnisse der Kunden stärker berücksichtigen möchte. Derzeit geben noch wenige Spieler ihre Lottotipps online ab. Im Schnitt sind die Teilnehmer aus NRW zwischen 50 und 60 Jahren alt und geben jährlich rund 111 Euro für das Lottospiel aus. In den nächsten Jahren wird es allerdings für diese


Umsätze übersteigen erstmalig die 5 Milliarden Euro Grenze

Sportwetten 2016

Bereits 2015 lagen die Einsätze für Sportwetten bei 4,8 Milliarden Euro. Doch in diesem Jahr erlebt die Branche erneut einen deutlichen Aufschwung und die Wetteinsätze steigen auf 5,1 Milliarden Euro an, wie die aktuelle Studie “Glücksspielmarkt Deutschland 2016″belegt. Die Branche boomt und das, obwohl es nach wie vor kein einheitliches Konzessionsverfahren für Anbieter von Sportwetten gibt.
Zusatzeinnahmen durch EM
Bedingt durch die diesjährige Fußball-EM rechnen Experten mit Zusatzeinnahmen von 150 Millionen Euro. Dabei ist es umso erstaunlicher, dass lediglich 0,2 Milliarden Euro von staatlichen Sportwettenanbietern umgesetzt werden, während 4,9 Milliarden Euro durch private Anbieter von Sportwetten eingenommen werden, denen die Lizenz dafür fehlt. Aktuell gibt es neben dem staatlichen Wettanbieter ODDSET keine lizenzierten privaten Anbieter in Deutschland. Dieses rechtliche Dilemma geht auf den Glücksspielstaatsvertrag aus dem Jahr 2012 zurück, in dem festgelegt wurde, dass 20 privaten Sportwettenanbietern eine Konzession erteilt werden soll. Allerdings ist dieses Vergabeverfahren aufgrund vielzähliger Klagen fehlgeschlagen. Seither befinden


Das Los entscheidet, wer bleiben darf

Steintor Hannover

In der letzten Woche wurde erstmalig das neue Losverfahren für bestehende Spielhallen in Hannover angewandt. Das Losverfahren soll künftig entscheiden, welche Spielhallen auch weiterhin betrieben werden dürfen. Am Beispiel von Hannover wird klar, was in Zukunft auch auf andere niedersächsische Städte zukommen wird. Aufgrund des überarbeiteten Glücksspielgesetzes von 2012 und den darin enthaltenen Änderungen hatten sich die Länder erst kürzlich auf ein solches Losverfahren geeinigt.
Neue Vorschriften ab Juli 2017
Zukünftig sollen zwischen zwei Spielcasinos mindestens 100 Meter Abstand liegen. Daneben soll es auch keine Casinokomplexe mit mehreren Spielcasinos in einem Gebäude mehr geben. Im ersten Anlauf am Donnerstag wurde durch das Losverfahren über die Zukunft von 57 Spielhallen an insgesamt 14 verschiedenen Orten entschieden. Viele der insgesamt 147 Spielhallen in Hannover befinden sich am Steintor. Die Großzahl der Betriebe dort wurde allerdings bisher aus dem Verfahren ausgeschlossen, da gegen sie aktuell eine Konzessionsklage läuft.
Klageflut erwartet
Die erste Auslosung am Donnerstag zog sich


Raubüberfall in Bietigheim-Bissingen

Vergangenen Samstag ereignete sich im Kreis Bietigheim-Bissingen zu später Stunde ein Überfall auf ein Spielcasino. Die Tat wurde von zwei unbekannten maskierten Männern begangen, die unter anderem Schusswaffen bei sich trugen. Die Besucher des Casinos wurden am späten Samstagabend Zeugen des Überfalls, bei dem die Casinokassen ausgeraubt wurden und Sie schließlich selbst zu den Opfern des Verbrechens wurden. Die Täter nahmen auch den Gästen ihre Geldbeutel ab.
Besucher stehen unter Schock
Die Besucher des Casinos und das Servicepersonal des Abends sind nach wie vor schockiert. Der Vorfall, der sich am Samstag gegen 23 Uhr in der Nacht ereignete, wird wohl noch lange Zeit im Gedächtnis der Gäste an diesem Abend bleiben, denn die maskierten Männer jagten den Casinobesuchern mit ihren Waffen Angst ein und bedrohten sie und die Servicekraft des Abends. In dieser Zeit leerten die Täter die Kassen und danach die Geldbeutel der Spieler um anschließend zu flüchten. Insgesamt erbeuteten die


Hessen fordert Überarbeitung des Glücksspielstaatsvertrages

Sportwetten Hessen

Dass der Glücksspielstaatsvertrag aus dem Jahr 2012 als gescheitert gilt, ist kein Geheimnis mehr. In jüngster Zeit fanden einige Treffen der Ministerpräsidenten statt, die über neue überarbeitete Gesetzesentwürfe diskutierten. Der letzte offizielle Stand war, dass es 40 neue Konzessionen für Sportwettenanbieter geben soll und damit doppelt so viele, wie ursprünglich geplant waren. Doch gegen diese Übergangslösung hat das Land Hessen nun Kritik geäußert.
Hessens Kritik an Übergangsentwürfen
Während sich die Vertreter der 16 Länder erst kürzlich auf diesen Übergangsentwurf geeinigt hatten, war Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) von vornherein gegen dessen Umsetzung. Nun fordert er zudem eine umfassendere Änderung des ursprünglichen Glücksspielstaatsvertrages statt des bisherigen Vorhabens, einzelne Aspekte des Ursprungsvertrages zu überarbeiten. Er kritisiert weiterhin, dass bis zum heutigen Tag noch keine einzige Konzession vergeben wurde. Außerdem sind laut Peter Beuth die Erfüllungskriterien um die Konzession für ein Sportwettlokal zu erhalten nicht an die aktuelle Marktlage angepasst worden. Die Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrages


Die Geldverteilung der Lottogesellschaften

Lottogesellschaften

Dass die Einnahmen der staatlichen Lottogesellschaften zu einem Großteil gemeinnützigen Organisationen zugutekommen, ist allseits bekannt und wird immer wieder auch vonseiten der Lotto-Anbieter hervorgehoben. Welche hohen Geldsummen aber an Politiker gezahlt werden oder für Gehälter in den eigenen Reihen ausgegeben werden, wird häufig verschwiegen.
Lotto – das beliebte Glücksspiel
Das Jahr 2015 war für die Lottobranche ein sehr erfolgreiches Jahr. Der Umsatz der 16 staatlichen Lotto-Anbieter lag bei 7,3 Milliarden Euro, was auf die erhöhten Spielteilnahmen und – umsätze zurückzuführen ist, die von 2014 auf 2015 um vier Prozent angestiegen sind. Auch wenn der Trend gerade bei vielen jungen Spielern aktuell weg vom Lotto hin zu Angeboten aus dem Internet geht, lässt sich anhand dieser Zahlen erkennen, dass das Lottospielen nach wie vor zu den beliebtesten Glücksspielarten zählt. Auch die Tatsache, dass in etwa 90 Prozent der Lottoeinnahmen wieder in die Gesellschaft investiert werden, lässt Lotto als eine sehr soziale Form des


Berlin räumt auf

Berlin-Spandau

Derzeit gibt es im Stadtteil Berlin-Spandau 47 Spielcasinos. Mitte Juli dieses Jahres wird sich dieses Bild aber drastisch ändern, denn dann erlöschen die bisherigen Konzessionen und Casinos, die keine neue Lizenz genehmigt bekommen, müssen schließen. Die Zahl der Spielsüchtigen in Berlin liegt aktuell bei 50.000 und steigt stetig an, sodass bereits vor rund fünf Jahren eines der strengsten Spielhallengesetze überhaupt verabschiedet worden ist. Die Zahl der Spielhallen in Spandau reduzierte sich daraufhin minimal, doch in vielen anderen Stadtteilen gehören Spielhallen immernoch zum Straßenbild Berlins.
Neue Regelungen ab Juli
Das 2011 verabschiedete Gesetz beinhaltete einen fünfjährigen Bestandsschutz für bereits vorhandene Spielhallen, sodass diese bis Juli 2016 bestehen bleiben durften. Spielhallenbetreiber haben nun noch bis zum 5. Juli die Gelegenheit eine neue Casinolizenz zu beantragen, denn am 31. Juli 2016 endet die Übergangsfrist für die derzeit gültigen Lizenzen. Die neuen Vorschriften für Casinos sind um ein Vielfaches strenger geregelt, sodass unter anderem ein bestimmter


Drohende Verluste für Vereine und Verbände

Vereine und Verbände

In Deutschland gibt es aktuell eine große Anzahl von Anbietern illegaler Sportwetten, denn die Gesetzeslage ist noch nicht einheitlich geregelt. Obwohl es für den deutschen Glücksspielmarkt bereits seit Längerem Vorschriften von der EU gibt, wurden diese bisher nicht umgesetzt. Sollten die deutschen Bundesländer es weiterhin nicht schaffen, die EU-Vorgaben zu erfüllen und die Glücksspielgesetze anzupassen, droht ein Vertragsverletzungsverfahren. Dies kann zur Folge haben, dass der deutsche Glücksspielmarkt für private Wettanbieter geöffnet wird.
Sinkende Bezuschussung durch das staatliche Lotto
Länder wie Rheinland-Pfalz befürchten eine große Konkurrenz vonseiten der privaten Anbieter. Die Öffnung des Marktes für diese bedeutet jedoch im Umkehrschluss auch, dass viele Vereine und Verbände auf Geldbeträge verzichten müssen, die ihnen sonst durch Sponsoring vom staatlichen Lotto zugestanden haben. Auch wenn die Zahl der Lottospieler im letzten Jahr zurückgegangen ist, macht das rheinland-pfälzische Lotto weiterhin Umsätze in Millionenhöhe und hat ein Umsatzplus auf 375 Millionen Euro erzielt.
Vergabe der Lizenzen bleibt schwierig
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